Veröffentlicht am: So, 06. Mai, 2018

Massenhaft Tore in der NLA

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Zum Start zur englischen Woche regnete es in der NLA Tore. In vier Partien gab es nicht weniger als 27 davon. Der FCZ konservierte seinen knappen Vorsprung, dafür sicherte sich der FCB Rang zwei.

FC Zürich – Lugano Femminilie 6:0 (3:0)

Nach dem Unentschieden im Spitzenkampf gegen Basel von letzter Woche weiss der Tabellenführer Zürich weiss, was er zu tun hat: Alle restlichen Spiele gewinnen, dann reichen die zwei Punkte Vorsprung für den Meistertitel. Gegen Lugano machten die Zürcherinnen den ersten Schritt in diese Richtung. Mit je drei Toren pro Halbzeit sicherten sie sich einen ungefährdeten Heimsieg. Aus dem überzeugenden Kollektiv des FCZ stach die dreifache Torschützin Patricia Willi heraus. Fabienne Humm, Luana Bühler und Martina Moser, die einen Elfmeter verwertete, sorgten die restlichen Treffer.

FC Aarau – FC Basel 1:5 (1:3)

Auch der FC Basel weiss, was er in den letzten Spielen zu tun hat: Ebenfalls alles gewinnen. Nur weiss er nicht, was dabei heraus kommt. Aus eigener Kraft kann der FCB den Titel nicht mehr holen. Die zwei Punkte, die Basel im Moment fehlen, hat ihnen der FC Aarau im letzten November mit einem überraschenden Remis geklaut.

Und auch heute erwies sich Aarau anfänglich trotz seiner misslichen Tabellenlage aus unbequemer Gegner. Lara Zürcher brachte das Heimteam in der 5. Minute in Führung. Weil aber Rachel Rinast nur fünf Minuten später ausgleichen konnte, wurde das Spiel für Basel doch nicht zur Zitterpartie, im Gegenteil. Sabrina Horvat und Kristina Sundov in der Nachspielzeit entschieden die Begegnung noch in der ersten Hälfte. Marion Rey und Stefanie Liebhart komplettierten das Skore in der 56. und der 67. Minute.

Auch wenn Basel noch nicht weiss, ob es für den ersten Platz reicht, den zweiten, und damit die Teilnahme an der Champions League Qualifikation, hat sich der FCB mit dem heutigen Sieg auf jeden Fall gesichert.

Diesmal konnte sich der FCB Aarua vom Leibe halten. Stefanie Liebhart (vorne) im Zweikampf mit Alessandra Abbühl. (Bild: zvg)

BSC YB – FC Yverdon Féminin 3:2 (2:0)

Das bedeutet für alle anderen Teams: es ist höchstens noch der dritte Platz möglich. In aussichtsreichster Position befinden sich im Moment die YB-Frauen. Nach drei sieglosen Spielen hintereinander holten sie sich gegen Yverdon wieder einmal drei Punkte.

Kim Dubs nach einer Hereingaben von Alisha Lehmann und Lehmann per Abstauber nach einem versuchten Scherenschlag von Florijana Ismaili brachten den Bernerinnen zur Pause eine 2:0 Führung. Scheinbar entschieden war die Partie nach dem 3:0 von Charlotte Mayland in der 52. Minute. Sie veredelte einen schönen Steilpass und machte sich selbst damit ein Geburtstagsgeschenk.

Als die Bernerinnen in der Schlussphase versuchten, den Vorsprung ruhig über die Runden zu bringen, schläferten sie sich scheinbar selber ein und kassierten noch zwei Treffer. Qendresa Krasniqi belohnte sich mit einem satten Schuss aus 16 Matern für eine gute Leistung. Und Zafirah Nkamo korrigierte mit einem Kopfballtor in der 90. Minute den Eindruck, dass sie zwar eine der schnellsten, aber auch eine der ungefährlichsten Stürmerinnen auf Schweizer Fussballplätzen ist. Für mehr reichte es den engagierten Gästen dann aber nicht mehr.

Grasshopper Club Zürich – FC Luzern 6:4 (3:1)

(cb) Die letzten Aufeinandertreffen zwischen den Hoppers und den Zentralschweizerinnen wurden immer erst in den letzten Minuten entschieden. Das wollte GC diesmal verhindern und bereits früh eine Vorentscheidung erzwingen. Als Caroline Müller nach 15 Minuten ihren ersten von insgesamt drei Treffern erzielte, schien dieser Plan aufzugehen. Die Einheimischen waren das bessere Team, machten Druck und liessen den FCL nicht ins Spiel kommen. So war es nur folgerichtig, dass man lediglich zwei Minuten später mit einem weiteren Tor, das symptomatisch für den Auftritt des Teams von Glenn Meier war, die Führung erhöhen konnte. Fiona Hubler hob einen Freistoss über alle, und an allen vorbei, locker ins Tor von Honegger. Die Gäste vermochten sich nicht zu befreien. Nach 35 Minuten bedankte sich Bettina Brülhart, welche zuvor noch an einem Ball vorbei schlitterte, für eine erneut mangelhafte Abwehr und verwandelt eine Hereingabe von Celina Tenini. Ein Elfmeter sollte den Luzernerinnen noch vor der Pause wieder Hoffnung geben. Rahel Graf verwandelte den Strafstoss problemlos und schien ihr Team damit für die zweite Spielhälfte zu motivieren.

Denn die Gäste erschienen nach dem Seitenwechsel ganz anders, auch wenn es zunächst wieder GC war, welches jubeln konnte. Die Partie entwickelte sich munterer und war eines Spiels zweier Teams aus dem Mittelfeld der Tabelle würdig. Nach 52 Minuten hätte GC erneut erhöhen können, doch den grosszügig vom Unparteiischen erhaltenen Elfmeter setzte Krisztin nur an die Latte. Etwas mehr als eine Stunde war gespielt und Irina Brütsch brachte den FCL auf 4:2 heran. Anstatt gleich nochmals zu verkürzen, war es wieder Müller, die für Aufsehen sorgte. Zunächst verzog sie innert drei Minuten ihren Abschluss gleich zweimal, im dritten Anlauf klappte es, GC führte wieder mit drei Toren Vorsprung. Luzern zeigte Moral und Kreativität. Moral, indem man sich nicht aufgab und eine Viertelstunde vor Ende der Partie erneut verkürzte, Kreativität, indem man am Ende drei nominelle Torhüterinnen auf dem Feld hatte. Sowohl Laila Koch, wie auch Antonia Albisser wurden als Feldspielerinnen eingesetzt und füllten die Lücken auf der dünn besetzten Ersatzbank. Albisser bewies, dass ich nicht nur Tore verhindern, sondern auch welche schiessen kann. Sie feierte in der 87. Minute, eben erst eingewechselt, den Anschlusstreffer zum 5:4. Den Schlusspunkt setzte aber wieder GC mit dem Tor von Fiona Hubler in der 89. Minute einer unterhaltsamen Partie.


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