Veröffentlicht am: Sa, 24. März, 2018

Eine Liga im Gleichschritt

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Für diejenigen Teams, welche am letzten Wochenende noch im Cup im Einsatz standen, war es bereits das dritte Spiel in acht Tagen. Während am Mittwoch eine kleine Rochade in der Tabelle und ein Schützenfest zu verzeichnen waren, hat sich heute in der Tabelle nichts getan. Tore gab es in allen Partien aber dennoch.

Lugano Femminile – FC Aarau Frauen 7:0 (3:0)

In der Mittwochsrunde waren die Aufsteigerinnen aus Aarau nahe am nächsten Punktgewinn. Heute war in Lugano nichts zu holen. Nach der klaren Niederlagen gegen den FC Basel schossen sich die Tessinerinnen auf heimischem Terrain den Frust vom Leib. Schon nach 6 Minuten eröffnete Cara Curtin den Torreigen, welcher sich gleichmässig über die gesamte Partie verteilen sollte. Mit einem weiteren Treffer von Curtin (23.), sowie einem Tor von Kareli Rodriguez ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Curtin mit ihrem dritten Tor der Partie in der 58. Minute auf 4:0, ehe Sonia Rada (67.), Serena Capello (73.) und Elizabeta Krsteva (81.) das klare Verdikt vervollständigten. Lugano sorgte dafür, dass das Mittelfeld wieder etwas mehr zusammen rückte und die Verteilung der Plätze 3 bis 6 in der Meisterschaft bis zum Saisonende spannend bleibt.

Grasshopper Club Zürich – BSC Young Boys 2:0 (2:0)

Die Bernerinnen konnten am Mittwoch gegen Luzern den Zuschauern ein wahres Torspektakel bieten. Gleich mit 8:1 fegten sie die Gäste vom Platz. Diesen Schwung wollte das Team von Marisa Wunderlin mit auf den GC/Campus nehmen und die Schwächen von GC, die die Zürcherinnen gegen Aarau aufzeigten, ausnutzen. GC schien aber aus den Fehlern gelernt zu haben. Zwar verzeichnete YB zu Beginn eine Vielzahl von Möglichkeiten, doch war es GC, das mit der erst zweiten Chance auch gleich in Führung gehen konnte, als Sara Krisztin nach 26 Minuten per Kopf für die Hoppers traf. Sieben Minuten danach vermochte Bettina Brülhart auf 2:0 zu erhöhen und niemand dachte zu diesem Zeitpunkt, dass dies bereits der Endstand sein würde. Beide Teams konnten die sich bietenden Möglichkeiten nicht nutzen, auch wenn Laura Walker nicht an sich selbst, sondern in der 42. Minute an der Torumrandung scheiterte. YB hatte die gesamte Munition am Mittwoch verpulvert und war heute nicht in der Lage, an die Leistung des letzten Spiels anzuknüpfen. Da Luzern aber gegen den FCZ verlor, verbleiben die Bernerinnen auf dem 3. Tabellenplatz. GC konnte nach dieser erfolgreichen Woche auf vier Punkte an Lugano heranrücken und muss sich gegen hinten keine Sorgen machen. Yverdon Féminin auf Rang 7 hat bereits einen Rückstand von 19 Punkten.

Lesley Ramseier (r) sorgte für den einzigen Treffer des Abends in Luzern (Bild: Dominik Stegemann / fan-fotos.ch)

FC Luzern – FC Zürich Frauen 0:1 (0:1)

Eine Kanterniederlage zu verdauen ist oft nicht einfach. Darauf zu reagieren noch viel weniger. Luzern gab sich sichtlich Mühe, den FCZ im Griff zu behalten, zu “neutralisieren”, wie es Luca Fiorina nannte. Ja, es wäre sogar eine zwischenzeitliche Führung möglich gewesen, doch Irina Brütsch traf nach 16 Minuten Spielzeit nur das Aussennetz. Allerdings war es keine Glanzleistung, welche die Leaderinnen der Nationalliga A zeigten. Es fehlte der nötige Druck, die Entschlossenheit, um sich ähnlich dominant zu zeigen, wie zuletzt gegen Yverdon Féminin. Für FCZ-Trainer Luca Fiorina war dies aber keine Überraschung: “Es war das erwartet schwierige Spiel. Wir hatten drei Spiele in acht Tagen, der Platz kam unserem Spiel nicht entgegen.” In der Tat waren die Verhältnisse grenzwertig, nachdem sich unmittelbar davor die Herren aus Luzern und Baden auf dem gleichen Rasen duellierten. Doch dies galt für beide Teams.  Abschlussversuche gab es aber auch vom FCZ, beispielsweise als Lesley Ramseier nach schönem Zuspiel von Cinzia Zehnder ihren Versuch zu hoch ansetzte. Oder als auch Captain Fabienne Humm ähnlich ungenau verzog. Eine der besten Möglichkeiten hatte die wieder genesene Mégroz nach knapp einer halben Stunde, doch auch sie traf nur den Pfosten. Dennoch konnte sich Luzern bei Torhüterin Natascha Honegger bedanken, dass man lange Zeit ohne Gegentor blieb. In der zweiten Spielhälfte konnte sie ebenso retten, wie ihr Gegenüber Seraina Friedli nach einem Angriff von Chantal Ruf. Sehenswert wäre ein Tor von Patricia Willi gewesen, welche nach einer schönen Ballannahme, aus der Drehung aber nur die Latte traf. So wurde der sehenswerte Treffer von Lesley Ramseier aus der Distanz unter die Latte zum einzigen Tor, welches die Zuschauer auf der Allmend zu sehen bekamen. “Ich bin unglaublich zufrieden, was die Frauen insbesondere im mentalen Bereich geleistet haben. Sie haben alles ausgepackt, was sie zur Verfügung hatten und ich bin umso glücklicher, dass wir diese Woche mit drei Siegen abschliessen konnten”, so Fiorina nach dem Spiel.

Yverdon Féminin – FC Basel 1893 0:4 (0:2)

Die Westschweizerinnen tragen aktuell ebenso ein Fernduell aus, wie die heutigen Gäste aus Basel. Während es allerdings für Yverdon um den Ligaerhalt geht, kämpft der FCB weiter um den Titel. So waren die Voraussetzungen auch sehr unterschiedlich. Yverdon Féminin profitierte aber der Schützenhilfe aus Lugano, das den FC Aarau in Schach halten konnte. Basel hingegen musste gewinnen, um den Anschluss an den FCZ nicht zu verlieren. Mit Treffern von Franziska Jaser (23.) und Lara Marti (37.) war die Vorarbeit für das Team von Sissy Raith schon zur Pause getan. Kurz nach der Pause realisierte Kristina Sundov die Vorentscheidung, ehe in der 78. Minute Eunice Beckmann den Schlusspunkt setzte. Yverdon hat weiterhin ein dünnes Polster von 3 Punkten auf den FC Aarau, Basel seinerseits einen Rückstand von vier Punkten auf den FCZ und bleibt auf Rang 2. Dies jedoch mit einem komfortablen Vorsprung auf die Berner Young Boys von sieben Zählern.


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